Unsere Geschichte
Von der Passerelle zur Promenade – eine Hannoveraner Erfolgsgeschichte
Wer heute durch die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade schlendert, bewegt sich auf einem Stück Stadtgeschichte. Die rund 700 Meter lange unterirdische Einkaufsmeile entstand in den 1970er Jahren als cleveres Nebenprodukt des Stadtbahnbaus: Über dem neu gegrabenen Tunnel richtete man eine nach oben offene Fußgängerebene mit Shops, Modegeschäften und Imbissläden ein. Die Idee stammt von Stadtbaurat Hanns Adrian, der bereits 1966 eine Skizze entwarf, die der späteren Ausführung fast identisch war. Jahrzehntelang verband die damals noch Passerelle genannte Passage den Kröpcke mit dem Raschplatz – und damit zwei Seiten der Stadt. Eine belebte Alltagsmeile, mittendrin im Puls Hannovers. 1999 übernahm die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) die Passage und modernisierte sie grundlegend. 2002 folgte die feierliche Wiedereröffnung – und die Umbenennung zu Ehren der Künstlerin und Hannoveraner Ehrenbürgerin Niki de Saint Phalle. Eine neue Ära für eine alte Idee.
Foto: © Bärbel Miemietz
Niki de Saint Phalle – Weltkünstlerin mit Hannover im Herzen
Sie ist die Schöpferin der weltberühmten Nanas und Hannovers erste und bisher einzige Ehrenbürgerin. Die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930–2002) schaffte mit ihren farbenfrohen, üppigen Frauenskulpturen den Sprung in die Kunstgeschichte – und machte Hannover zu ihrer Wahlheimat auf Lebenszeit. Eine über 30-jährige Freundschaft verband sie mit der Stadt an der Leine. Ihre Nanas tanzen seit 1974 am Leineufer und sind längst zu einem der meistfotografierten Wahrzeichen Hannovers geworden. Ihr letztes großes Kunstprojekt war die Neugestaltung der Grotte in den Herrenhäuser Gärten – ein leuchtendes Paralleluniversum aus Farbe, Spiegelglanz und Fantasie. Im November 2000 wurde die Künstlerin zur Ehrenbürgerin der niedersächsischen Landeshauptstadt ernannt. Aus diesem Anlass schenkte sie dem Sprengel Museum rund 400 ihrer Werke – Gemälde, Skulpturen, Assemblagen und mehr. Es ist die zweitgrößte Sammlung ihres Werks weltweit.